Programm / Kursdetails

Ob morgens beim Zeitungslesen, abends in der Tagesschau, beim Gespräch mit Freunden und Familie oder bei einer öffentlichen Diskussion im Ehrenamt: Unsere Sprache ist die Grundlage für den Meinungs- und Informationsaustausch und damit auch für unser Zusammenleben.

Worte können Freude und Glück schenken, aber auch genauso leicht verletzen. Wer sich für eine offene, solidarische und vielfältige Gesellschaft einsetzt, in der Diskriminierung und Rassismus keinen Platz haben, muss sich deswegen über die eigene Sprache Gedanken machen. Denn gerade durch Sprache können ungewollte Diskriminierungen entstehen.

Viele Begriffe, die wir im Alltag zur Bezeichnung von Menschen, Ländern und Regionen benutzen, haben ihren Ursprung in der Kolonialzeit und sind häufig mit einer eurozentrischen Perspektive belegt. Sie wirken abwertend oder beleidigend, beschönigen oder sind Fremdbezeichnungen, die die Eigenbenennung der Betroffenen ignorieren.

In unserem Online-Seminar werfen wir deswegen einen Blick darauf, was Rassismus ist und in welchem Zusammenhang Sprache und Rassismus stehen. Anhand konkreter Beispiele von noch immer verwendeten, Rassismus transportierenden Begriffen suchen wir gemeinsam nach Alternativen und praktischen Lösungen für den eigenen Rassismus freien Sprachgebrauch.


ACHTUNG: Unser Anliegen ist es, die Reproduktion von rassistischen Äußerungen zu vermeiden. Jedoch können wir u.a. bei Fallbeispielen sowie zu konkreten Übungszwecken nicht vollständig im Online-Seminar darauf verzichten, problematische Begriffe zu benennen. Dieses Seminar richtet sich daher vor allem an weißgelesene Menschen und solche, die bisher noch keine strukturelle Diskriminierung erfahren haben,


Unsere Veranstaltungsziele:

  • Die Teilnehmenden kennen die Grundlagen der Rassismuskritik.
  • Die Teilnehmenden können ihren eigenen Sprachgebrauch kritisch reflektieren.
  • Die Teilnehmenden verfügen über Strategien, um rassistischen Sprachmustern entschieden zu begegnen.


Zielgruppe:

Das Online-Seminar richtet sich an alle ehrenamtlich, bürgerschaftlich und politisch engagierte Menschen sowie an alle Interessierten, die ihren eigenen Sprachgebrauch näher unter die Lupe nehmen und sich für eine rassismuskritische Verwendung von Sprache im privaten und öffentlichen Diskurs einsetzen wollen.


Das Online-Seminar findet in mehreren Teilen an folgenden Terminen statt:

  1. Termin: 08.05.2024, 14:00 Uhr - 17:30 Uhr: Onlinetermin via ZOOM
  2. Termin: 15.05.2024, 14:00 Uhr - 17:30 Uhr: Onlinetermin via ZOOM
  3. Termin: 22.05.2024, 14:00 Uhr - 17:30 Uhr: Onlinetermin via ZOOM


Das Online-Seminar wird geleitet von Natascha Borota und wird mit 12 Stunden für das Politikmanagement-Zertifikat der GreenCampus-Weiterbildungsakademie im Bereich "Gender, Diversity, Rassismuskritik" anerkannt.


Hinweis 1: Unsere Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen richten sich an Menschen, die dieses Wissen für ihr gesellschaftspolitisches Ehrenamt nutzen können und wollen. Sie sind inhaltlich und didaktisch so aufgebaut, dass für die Teilnehmenden ein möglichst hoher praktischer Nutzen gewährleistet ist. Die Inhalte werden daher an ihren Wünschen und Bedürfnissen erarbeitet und können sich ggf. auch noch kurzfristig während der Veranstaltung ändern. Da unsere Veranstaltungen in der Regel Grundlagenwissen vermitteln und sich durch einen hohen Anteil an praktischen Übungen und Reflexionsphasen auszeichnen, ersetzen sie keine berufliche Fort- oder Weiterbildung in diesem Bereich. Angebote, die für den direkten beruflichen Nutzen ausgelegt sind, werden von uns entsprechend im Titel und bei der Zielgruppenbeschreibung gekennzeichnet. Alle weiteren Fragen zu Inhalten, Aufbau und Ziel der Veranstaltung können jederzeit an den zuständigen Bildungsmanager Andre Moser unter andre.moser@boell-nrw.de gestellt werden.


Hinweis 2: Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Online-Veranstaltung der US-Dienstleister Zoom Video Communications Inc. (Zoom) genutzt wird. Dabei können auch personenbezogene Daten in die USA übermittelt werden, obwohl die EU-Kommission für die USA nicht generell ein der EU angemessenes Datenschutzniveau festgestellt hat und diese Daten daher dem Zugriff von Sicherheitsbehörden unterliegen können, ohne dass angemessene Rechtsbehelfe hiergegen bestehen. Weitere Informationen zu dieser Thematik finden sie hier.

Für die Teilnahme benötigen Sie eine Kamera und ein Mikrofon. Wir empfehlen dringend die Nutzung eines Headsets, um Rückkopplungen zu vermeiden.

Sie können entweder das Client-Programm oder die App nutzen. Mit den Browsern Chrome und Edge können Sie direkt über den Zugangslink teilnehmen. Weitere Information zur Handhabung von Zoom finden Sie hier.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie die neueste Version von Zoom verwenden, damit Sie über die nötigen Einstellungen verfügen.

Die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung zu Zoom erhalten Sie spätestens 2 Stunden vor der Veranstaltung per E-Mail.

Für die Verwendung der Software Zoom übernimmt die Heinrich Böll Stiftung NRW keine Haftung. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserer aktuellen Datenschutzerklärung.




Zur Anmeldung/Buchung

Hinweis

Die Veranstaltung ist kostenpflichtig und wird über einen geeigneten Onlinedienst durchgeführt. Eine erfolgreiche Teilnahme setzt neben der verbindlichen Anmeldung über unser Anmeldeformular auch die komplette Anwesenheit voraus.


Zeitraum

Mi. 08.05.2024 - Mi. 22.05.2024
14:00 - 17:30 Uhr

Kosten

Standardpreis:

40,00 €

Sparpreis:

20,00 €

Förderpreis:

60,00 €

Veranstaltungsort

  • Zoom - Digitale Veranstaltung




Termine

Datum Zeit Straße Ort
Mi. 08.05.2024 14:00 - 17:30 Uhr   Zoom - Digitale Veranstaltung
Mi. 15.05.2024 14:00 - 17:30 Uhr   Zoom - Digitale Veranstaltung
Mi. 22.05.2024 14:00 - 17:30 Uhr   Zoom - Digitale Veranstaltung

  • Zoom - Digitale Veranstaltung




Referent*in

Portrait

Natascha Borota
Natascha Borota ist Romanistin, Publizistin und Kommunikationswissenschaftlerin und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in Prozessen der Interkulturellen Kompetenzentwicklung zu begleiten und zu fördern. So trainiert sie als zertifizierte Interkulturelle Trainerin unterschiedlichste Zielgruppen wie Lehrkräfte, Pädagogische Fachkräfte oder ehren- oder hauptamtlich politisch Tätige in allen Bereichen Interkultureller Kommunikation. Sie engagiert sich ehrenamtlich in den Bereichen Migrationspolitik, Verkehrspolitik und Bedingungsloses Grundeinkommen.

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