Programm / Kursdetails

Eine kritische Auseinandersetzung mit diskriminierenden Haltungen ist eine der Kernfragen des Anti-Bias-Ansatzes (Bias=Voreingenommenheit): Wie gehe ich mit Vorurteilen, Macht und Ideologien von der Überlegenheit und Unterlegenheit von mir selbst und anderen um? Dabei geht es u.a. nicht nur darum, "Kulturelle Rahmen" zu interpretieren, sondern auch darum, verschiedene andere potenziell diskriminierende Faktoren wie Geschlecht, sexuelle Orientierung, religiöse Zugehörigkeit, geistige und physische Herausforderung usw. in den Blick zu nehmen.

Die Anwendung des Anti-Bias-Ansatzes lädt zu einem Perspektivwechsel ein und zieht Konsequenzen für das pädagogische und bildungspolitische Handeln auf individueller, gesellschaftlicher und institutioneller Ebene. Das Ziel ist es, die Fähigkeit zu entwickeln, Differenzen wahrzunehmen und unterschiedliche Menschen wertzuschätzen, anzuerkennen und mit Respekt zu behandeln.

Vielfalt in der Gesellschaft bedeutet nicht automatisch gelungene Soziale Inklusion. Die Gestaltung und Pflege von Sozialer Inklusion ist ein Prozess, der nur gelingen kann, wenn aktiv Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass alle ihre Potenziale optimal entfalten und vielfältigste gesellschaftliche Teilhabebarrieren abgebaut werden können.

Ein entscheidendes Element hierfür ist eine differenzsensible Haltung aller Beteiligten, jeglicher Form von Exklusion und Diskriminierung entschieden entgegenzutreten. Der langjährig erprobte politische Bildungsansatz Anti-Bias kann wertvolle Hilfestellung leisten, die Sensibilität für Diskriminierung zu schärfen und die gesellschaftlichen Teilhabebarrieren abzubauen. Der Ansatz kann zudem dazu beitragen, der in der letzten Zeit zunehmenden Hetze und den zerstörerischen Tendenzen gegen demokratische Denk- und Handlungsmöglichkeiten in der Gesellschaft etwas Wirkungsvolles entgegen zu setzten. Der langjährig erprobte Anti-Bias-Ansatz leistet wertvolle Hilfestellung, die Sensibilität für Diskriminierung zu schärfen und Bildungs- und gesellschaftliche Teilhabebarrieren abzubauen.

Entwickelt wurde das Konzept Anfang der 1980er Jahre von Pädagoginnen in den USA für den schulischen und außerschulischen Bildungsbereich. Die Weiterentwicklung für die Erwachsenenbildung fand Anfang der 1990er Jahre in Südafrika nach dem Ende der Apartheid statt. In Deutschland findet der Ansatz Verwendung seit Ende der 90er Jahre. Das englische Wort "Bias" bedeutet Voreingenommenheit, Schieflage, Vorurteil. Der Ansatz nimmt vielfältige Formen von Diskriminierung in den Blick: Geschlecht, Herkunft, Aussehen, soziale Schicht, körperliche und geistige Gesundheit, Religionszugehörigkeit oder sexuelle Orientierung können Merkmale sein, aufgrund deren Menschen diskriminiert werden.

Der interaktive Workshop vermittelt Ihnen durch Gestaltung des Raums für Selbstreflexion, kurze fachliche Inputs und Einzel-, Paar und Kleingruppenarbeit sowie moderierten Erfahrungsaustausch erste Anregungen für einen vorurteilsbewussten Umgang mit vielfältigen Potenzialen und Barrieren für die Bildungsarbeit und gesellschaftliche Teilhabe.


Der Bildungsurlaub findet in einem Seminarraum  in der Jugendherberge Düsseldorf statt.

Das Teilnahme-Entgelt in Höhe von 450,00 € beinhaltet keine Übernachtungen. Diese müssen bei Bedarf privat organisiert werden.




Zur Anmeldung/Buchung

Zeitraum

Mo. 13.03.2023 - Fr. 17.03.2023
10:00 - 17:00 Uhr

Kosten

450,00 €

Veranstaltungsort

  • Jugendherberge Düsseldorf
    Düsseldorfer Str. 1
    40545 Düsseldorf


Termine

Datum Zeit Straße Ort
Mo. 13.03.2023 10:00 - 17:00 Uhr Düsseldorfer Str. 1 Jugendherberge Düsseldorf
Di. 14.03.2023 10:00 - 17:00 Uhr Düsseldorfer Str. 1 Jugendherberge Düsseldorf
Mi. 15.03.2023 10:00 - 17:00 Uhr Düsseldorfer Str. 1 Jugendherberge Düsseldorf
Do. 16.03.2023 10:00 - 17:00 Uhr Düsseldorfer Str. 1 Jugendherberge Düsseldorf
Fr. 17.03.2023 10:00 - 17:00 Uhr Düsseldorfer Str. 1 Jugendherberge Düsseldorf

  • Jugendherberge Düsseldorf
    Düsseldorfer Str. 1
    40545 Düsseldorf


Referent*in

Portrait

Prasad Reddy
Dr. phil. Prasad Reddy (Jhg. 1966) ist Gründer und Geschäftsführer des Zentrums für Soziale Inklusion, Migration und Teilhabe (ZSIMT) in Bonn. Er ist promovierter Erziehungswissenschaftler und verfügt über mehrjährige internationale Berufserfahrung als Experte, Projektleiter, Berater und Referent in den Bereichen Diversity Management im Non-Profit Bereich und gesellschaftliche Teilhabe.

Veranstaltungen der Referent*in