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Egal, ob beim Engagement im Ehrenamt, bei Diskussionen im Freundes- und Familienkreis oder beim kurzen Smalltalk - überall können sich hitzige Diskussionen entwickeln. Vor allem, wenn dabei die Begriffe "Gender" oder "Migration" fallen, werden Gespräche oft sehr intensiv, denn viele haben eine eindeutige Meinung gebildet, können oder wollen diese aber oft nicht gut erklären - denn beide Themen emotionalisieren stark und sind gleichzeitig sehr komplex.
In vielen Diskussionen bilden sich dabei zwei feste Lager: Während das eine Lager die Idee, dass es neben einem biologischen Geschlecht ("Sex") auch noch ein zugeschriebenes sozialen Geschlecht ("Gender") gibt, vollkommen abstreiten, ist das andere Lager schon auf dem Weg, sich Strategien und Ideen zu entwickeln, um das althergebrachte geschlechterspezifische Denken und Handeln zu überwinden. Sozialwissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass wir Menschen oft unbewusst nach unseren gelernten verinnerlichten Geschlechterstereotypen und Rollenbildern handeln. Diese Handlungs- und Denkweisen werden durch die bestehenden gesellschaftlichen Strukturen und Machtverhältnisse verstärkt und sind in allen Bereichen des Alltags, der Arbeit oder der Gesellschaft wirksam.
Mit einem ähnlichen Blick lässt sich auch jede Diskussion um Migration deuten, denn auch hier haben die meisten Menschen oft stereotype Vorstellungen, die meist nicht der Realität entsprechen. Strukturelle Faktoren, die im Rahmen des Migrationsprozesses eine Rolle spielen, werden von den meisten Menschen oftmals ausgeblendet. Insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund oder -erfahrung und im Speziellen Frauen mit Fluchthintergrund sind so oft von mehrfacher Diskriminierung betroffen und stehen vor großen Hürden zur gesellschaftlichen Teilhabe sowie Integration in den Arbeitsmarkt.
In unserem Online-Seminar werfen wir daher einen Blick auf den Begriff Gender, die Entstehung von geschlechtsspezifischen Stereotypen und setzen uns mit Macht und Strukturen auseinander. Wir sensibilisieren uns für unsere (eigenen) Rollen, Rollenbilder und Rollenerwartungen und reflektieren diese kritisch. Außerdem beleuchten wir geschlechts- und migrationsspezifischen Stereotypen näher und entwickeln schließlich Wege, gender- und migrationsspezifische Aspekte praktisch in den (beruflichen) Alltag zu integrieren.

Unsere Seminarziele:
- Die Teilnehmenden kennen die Grundlagen des Genderbegriffs, der Entstehung von Geschlechterrollenbildern und die Bedeutung von Machtstrukturen.
- Die Teilnehmenden haben ein Verständnis für den Zusammenhang von Genderaspekten und Migration entwickelt.
- Die Teilnehmenden verfügen über Strategien, Migrant*innen in ihrem (beruflichen) Alltag vor diesem Hintergrund unterstützend zu begegnen.

Das Online-Seminar richtet sich an alle ehrenamtlich, bürgerschaftlich und politisch engagierte Menschen sowie an alle Interessierten, die sich näher mit dem Zusammenhang von Gender und Migration befassen möchten und die sich für eine erhöhte Sensibilisierung für gender- und migrationsspezifische Aspekte in ihrem Alltag und ihrer beruflichen Praxis einsetzen wollen. Es wird geleitet von Natascha Borota und wird mit 9 Stunden für das Politikmanagement-Zertifikat der GreenCampus-Weiterbildungsakademie im Bereich Diversity anerkannt.

Das Online-Seminar findet in drei Teilen statt:
1. Teil: 14.06.2021, 14:00 bis 17:00 Uhr: Onlinephase in ZOOM
2. Teil: 21.06.2021, 14:00 bis 17:00 Uhr: Onlinephase in ZOOM
3. Teil: 28.06.2021, 14:00 bis 17:00 Uhr: Onlinephase in ZOOM

Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass diese Online-Veranstaltung im Programm Zoom stattfindet. Für die Teilnahme benötigen Sie eine Kamera und ein Mikrofon. Wir empfehlen dringend die Nutzung eines Headsets.
Sie können entweder das Client-Programm oder die App nutzen. Mit den Browsern Chrome und Edge können Sie direkt über den Zugangslink teilnehmen. Weitere Information zur Handhabung von Zoom finden Sie hier.
Bitte achten Sie darauf, dass Sie die neueste Version von Zoom verwenden, damit Sie über die nötigen Einstellungen verfügen.
Die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung zu Zoom erhalten Sie spätestens 2 Stunden vor der Veranstaltung per E-Mail. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen. Für die Verwendung der Software Zoom übernimmt die Heinrich Böll Stiftung NRW keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom finden Sie hier.


Zur Anmeldung/Buchung


Hinweis

Die Veranstaltung ist kostenpflichtig und wird über einen geeigneten Onlinedienst durchgeführt. Eine erfolgreiche Teilnahme setzt neben der verbindlichen Anmeldung über unser Anmeldeformular auch die komplette Anwesenheit voraus.


Zeitraum

Mo. 14.06.2021 - Mo. 28.06.2021
14:00 - 17:00 Uhr

Kosten

Standardpreis:

30,00 €

Sparpreis:

15,00 €

Solidarpreis:

100,00 €

Veranstaltungsort

  • Zoom - Digitale Veranstaltung




Termine

Datum Zeit Straße Ort
Mo. 14.06.2021 14:00 - 17:00 Uhr   Zoom - Digitale Veranstaltung
Mo. 21.06.2021 14:00 - 17:00 Uhr   Zoom - Digitale Veranstaltung
Mo. 28.06.2021 14:00 - 17:00 Uhr   Zoom - Digitale Veranstaltung

  • Zoom - Digitale Veranstaltung




Referent*in

Portrait

Natascha Borota
Natascha Borota ist interkulturelle Trainerin, Publizistin und Kommunikationswissenschaftlerin. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen im Prozes des Spracherwerbs sowie bei der Interkulturellen Kompetenzentwicklung zu begleiten und zu fördern. Deswegen ist sie zum einen als selbständige Sprachtrainerin in der Erwachsenenbildung unterwegs, zum anderen trainiert sie als zertifizierte Interkulturelle Trainerin unterschiedlichste Zielgruppen wie Lehrkräfte, Pädagogische Fachkräfte oder ehren- oder hauptamtlich politisch Tätige in allen Bereichen Interkultureller Kommunikation. Sie engagiert sich ehrenamtlich in den Bereichen Migrationspolitik, Verkehrspolitik und für ein Bedingungsloses Grundeinkommen.

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