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Egal, ob im Gespräch beim Familientreffen, im Supermarkt an der Kasse oder in der gemeinsamen Mittagspause mit Kolleg:innen - rassistische Äußerungen sind überall im Alltag zu hören und werden mit einer stetig wachsenden Selbstverständlichkeit ausgesprochen. Auch Sätze wie "das wird man ja wohl noch sagen dürfen" und Diskussionen rund ums Thema "Sprachpolizei" kommen immer wieder vor. Während wir Hetze in sozialen Netzwerken wegklicken können oder einfach länger Zeit haben über unsere Reaktion nachzudenken, ist der Umgang mit Menschen im sozialen Umfeld und alltäglichen Situationen deutlich herausfordernder. Er verlangt blitzschnelle Ideen und Reaktionen. Wo ziehe ich meine Grenze zwischen Schweigen und offenen Widerspruch? Und wie reagiere ich überhaupt, welche Möglichkeiten habe ich?
Unser Seminar führt in das Thema Rassismus ein und ermutigt zu zivilcouragiertem Verhalten. An rechten und rassistischen Argumentationsinhalten entwickeln wir eigene Gegenstrategien und üben diese ein. Wichtiger Teil des Seminars ist die eigene Erprobung von Gegenargumenten und Gesprächstechniken in konkreten Situationen.
Das Seminar richtet sich an ehrenamtlich und politische Engagierte in Vereinen, Verbänden und anderen Organisationen, die in beruflichen, ehrenamtlichen, familiären oder öffentlichen Kontext immer wieder auf rassistische Äußerungen stoßen. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig - nur die Freude an praktischen Übungen sollte mitgebracht werden. Teilnahme nur mit Video und Mikrofon möglich!
ACHTUNG: Unser Anliegen ist es, die Reproduktion von rassistischen Äußerungen zu vermeiden. Jedoch können wir u.a. bei Fallbeispielen und teilweise zu konkreten Übungszwecken nicht vollständig darauf verzichten.

Unsere Seminarziele:
- Die Teilnehmenden kennen und erproben unterschiedliche Reaktionsweisen auf rassistische Hetze.
- Die Teilnehmenden können souveräner entscheiden, wie in bestimmten Situationen gehandelt werden soll, schneller die "Schrecksekunde" überwinden und Gesprächseinstiege finden.
- Die Teilnehmenden verfügen über Hintergrundwissen zum Thema Rassismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Das Seminar wird von Anna Abbas und Piotr Suder geleitet. Es wird mit 10 Unterrichtsstunden für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus im Modul "Antirassismus" anerkannt.

Das Seminar findet in mehreren Teilen an folgenden Terminen statt:
1. Teil: 10.06.2021, 17:00 Uhr - 20:00 Uhr: Onlinephase im Programm Zoom
2. Teil: 12.06.2021, 10:00 Uhr - 13:00 Uhr: Onlinephase im Programm Zoom
3. Teil: 18.06.2021, 17:00 Uhr - 20:00 Uhr: Onlinephase im Programm Zoom

Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass diese Online-Veranstaltung im Programm Zoom stattfindet. Für die Teilnahme benötigen Sie eine Kamera und ein Mikrofon. Wir empfehlen dringend die Nutzung eines Headsets.
Sie können entweder das Client-Programm oder die App nutzen. Mit den Browsern Chrome und Edge können Sie direkt über den Zugangslink teilnehmen. Weitere Information zur Handhabung von Zoom finden Sie hier.
Bitte achten Sie darauf, dass Sie die neueste Version von Zoom verwenden, damit Sie über die nötigen Einstellungen verfügen.
Die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung zu Zoom erhalten Sie spätestens 2 Stunden vor der Veranstaltung per E-Mail. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen. Für die Verwendung der Software Zoom übernimmt die Heinrich Böll Stiftung NRW keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom finden Sie hier.


Hinweis

Die Veranstaltung ist kostenpflichtig (ab 25€) und wird über einen geeigneten Onlinedienst durchgeführt. Eine erfolgreiche Teilnahme setzt neben der verbindlichen Anmeldung über unser Anmeldeformular auch die komplette Anwesenheit voraus.


Zeitraum

Do. 10.06.2021 - Fr. 18.06.2021
17:00 - 20:00 Uhr

Kosten

Standardpreis:

50,00 €

Spapreis:

25,00 €

Solidarpreis:

100,00 €

Veranstaltungsort

  • Zoom - Digitale Veranstaltung




Termine

Datum Zeit Straße Ort
Do. 10.06.2021 17:00 - 20:00 Uhr   Zoom - Digitale Veranstaltung
Sa. 12.06.2021 10:00 - 13:00 Uhr   Zoom - Digitale Veranstaltung
Fr. 18.06.2021 17:00 - 20:00 Uhr   Zoom - Digitale Veranstaltung

  • Zoom - Digitale Veranstaltung




Referent*in

Portrait

Anna Abbas
Anna Abbas ist Sozialwissenschaftlerin und Mitarbeiterin der GRÜNEN Bundestagsabgeordneten Irene Mihalic. Ihr Herz schlägt für das Ruhrgebiet und besonders für ihre Heimatstadt Gelsenkirchen, wo sie mit ihrer Familie lebt. Seit ihrer Jugend ist sie in verschiedenen Bereichen politisch aktiv. Sie ist seit 2008 Reiseleiterin für die HBS NRW und seit 2014 als Politikmanagementtrainerin in verschiedenen Bereichen tätig. Seit 2016 hat sie ihren Schwerpunkt auf Organisationsentwicklung und Antirassismusarbeit durch eine Ausbildung zur Trainerin für Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen gelegt.

Veranstaltungen der Referent*in

Piotr Suder
Piotr Suder, geboren 1981 in Breslau, ist studierter Sozialwissenschaftler und interessiert sich seit Jahren für die Themen Migration, gesellschaftliche Integration und Rassismuskritik. Aktuell arbeitet er für den Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe (Ifak e.V.) und koordiniert dort zwei Projekte vom Bundesprogramm "Demokratie leben!". Seine Tätigkeitsfelder sind kommunale Demokratieförderung und die Durchführung von Fortbildungen im Bereich Prävention gegen Radikalisierung von Jugendlichen. 2016 absolvierte er eine Ausbildung zum Trainer für Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen.

Veranstaltungen der Referent*in

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