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Urbane Produktion - Chancen für eine vielfältigere Stadt?!

Zeichnet sich gegenwärtig eine Renaissance der urbanen Produktion ab?
In manchen Stadtquartieren entstehen neue Wirtschafts- und Arbeitsformen, Orte der Kreativwirtschaft, Manufakturen, emissionsarme Stadtfabriken. Denn es spricht sich herum: Produktion in der Stadt schafft Arbeitsplätze, häufig auch für geringer Qualifizierte; sie stärkt die Versorgung im Quartier, sorgt für kurze Wege zwischen Arbeit und Wohnen und unterstützt auch die soziale Mischung der Bevölkerung. Speziell neue digitale Fertigungstechniken versprechen einen sparsameren Umgang mit Fläche, minimierte Transportwege und weniger Emissionen. Stadtquartiere, so eine neue Sichtweise unter Planer/innen und Macher/innen, bleiben nur dann attraktiv, wenn der Verlust an gewerblichen Funktionen, an Versorgungsqualität und natürlich an Arbeits- und Ausbildungsplätzen aufgehalten wird.

Das war nicht immer so, und es gibt immer noch starke Tendenzen, die Produktion aus der Stadt zu verdrängen. Das liegt zum einen am lange wirksamen Planungs¬dogma einer funktionsgetrennten Stadt. Viele Produktionsstätten wurden zudem in den vergangenen Jahrzehnten durch steigende Bodenpreise und Mieten, gestiegene Anforderungen des Immissionsschutzes und durch die Flächenkonkurrenz mit vorgeblich höherwertigen und renditeträchtigeren Nutzungen wie Dienstleistung und Wohnen an die Stadtränder (oder in Billiglohnländer) verbannt. Als Folge sind Handwerk, Kleingewerbe und Manufakturen nur noch selten in den gemischten Quartieren unserer Städte zu finden.

Ist es denkbar und wünschenswert, wieder mehr Produktion zurück in die Stadt zu holen? Wie ist es möglich, den Gewerbebestand zu stabilisieren und weiter zu entwickeln? Und welche Strategien und Instrumente brauchen Stadtentwicklung, kommunale Liegenschaftspolitik und Wirtschaftsförderung? Die Fragen werden bei der Veranstaltung diskutiert. Dabei werden unter anderem Ergebnisse der Publikation „Geteilte Räume – Strategien für mehr sozialen und räumlichen Zusammenhalt“ präsentiert https://www.boell.de/de/geteilte-raeume-bericht-der-fachkommission-raeumliche-ungleichheit

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit der Heinrich Böll Stiftung NRW.


Mit:
Stefan Rommelfanger, Stadtbaurat der Stadt Witten
Kerstin Meyer, Forschungsschwerpunkt Raumkapital am Institut für Arbeit und Technik, Gelsenkirchen
Sophy & Henric Stönner, Lasercutmanufaktur Laserkatze, Aachen
Carola Scholz, Stadtsoziologin (SRL)/ Journalistin; Mitglied der Fachkommission „Räumliche Ungleichheit“ der Heinrich-Böll-Stiftung

Veranstaltungsort:
Union Gewerbehof, Huckarder Str. 12, 44147 Dortmund
Das Programm und die Anmeldung finden Sie unter:


Information/Fachkontakt:
Iris Witt, Geschäftsführerin, Heinrich-Böll-Stiftung NRW, E-Mail: Iris.Witt@boell-nrw.de
Telefon: +49(0211) 93 65 08-22
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Florian Artmannan, die Urbanisten e.V., bietet vor der Veranstaltung um 17:15 Uhr eine halbstündige Führung an:
1. Führung durch das Aquaponik-Gewächshaus der Urbanisten zur Veranschaulichung urbaner Lebensmittelproduktion durch die hydraulische Verschaltung von Aquakultur und Hydrokultur zu einem Kreislaufsystem.
2. Führung durch die Urbanisten-Manufaktur und offene Werkstatt zum Thema Upcycling & Do-It-Yourself

Die Führung startet vor der Tür der Urbanisten-Manufaktur im Union Gewerbehof, Huckarder Str. 10-12, 44147 Dortmund. Eine Anmeldung für diese Führung ist nicht notwendig.


Zur Anmeldung/Buchung


Termin(e)

Mi. 24.10.2018
18:00 - 21:00 Uhr

Kosten

0,00 €

Veranstaltungsort

  • Union Gewerbehof Dortmund
    Huckarder Str. 10-12
    44369 Dortmund


  • Union Gewerbehof Dortmund
    Huckarder Str. 10-12
    44369 Dortmund


Referent*in